ZUGFeRD Format erklärt: XML-Aufbau, Profile und Viewer
Das ZUGFeRD-Format ist eine PDF/A-3-Datei mit einer eingebetteten XML-Datei. Das PDF zeigt die Rechnung für Menschen. Die XML enthält dieselbe Rechnung in strukturierter Form für Software. Beides steckt in einer einzigen Datei mit der Endung .pdf. In Frankreich heißt derselbe Standard Factur-X.
Das ZUGFeRD-Format in 6 Fakten
- Container: PDF/A-3, ein ISO-Archivformat, das Dateianhänge erlaubt.
- Datenteil: eine XML-Datei im CII-Format (Cross Industry Invoice) von UN/CEFACT.
- Name des Anhangs:
factur-x.xmlab ZUGFeRD 2.1,zugferd-invoice.xmlin ZUGFeRD 2.0. - Aktuelle Version: ZUGFeRD 2.5, veröffentlicht am 10. Juni 2026 vom FeRD.
- Profile: Minimum, Basic WL, Basic, EN 16931 (Comfort), Extended, plus das Referenzprofil XRechnung.
- Norm: ab dem Profil EN 16931 vollständig konform zur EU-Norm EN 16931.

Sie wollen eine ZUGFeRD-Rechnung nur öffnen?
Laden Sie das PDF in den ZUGFeRD Viewer. Er liest die eingebettete XML aus und zeigt alle Rechnungsfelder in einer Tabelle. Ohne Registrierung, direkt im Browser. Die Datei bleibt in Ihrer Sitzung.
Inhalt dieses Artikels
1. Was ist ZUGFeRD?
ZUGFeRD steht für "Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland". Es handelt sich um einen deutschen E-Rechnungsstandard, der eine herkömmliche PDF-Rechnung mit einer maschinenlesbaren XML-Datei kombiniert. Das PDF wird in einem PDF/A-3-Container gespeichert. Die XML-Daten sind als Anhang in das PDF eingebettet.
Der Begriff "hybrid" beschreibt genau diese Doppelnatur. Ein Mensch öffnet das PDF und liest die Rechnung wie gewohnt. Eine Buchhaltungssoftware liest stattdessen den XML-Anhang und übernimmt die Beträge ohne Abtippen. Beides ist dieselbe Datei.
Bei Abweichungen zählt die XML
PDF und XML können unterschiedliche Werte enthalten, zum Beispiel wenn ein Layout nachträglich geändert wurde. Rechtlich maßgeblich ist dann der strukturierte XML-Datensatz, nicht das sichtbare PDF. Prüfen Sie deshalb bei Zweifeln immer die XML und nicht nur die Optik. Genau dafür gibt es den ZUGFeRD Viewer.
Für deutsche Unternehmen unterstützt ZUGFeRD auch die GoBD-Konformität. Der PDF/A-3-Container ist auf Langzeitarchivierung ausgelegt und deckt damit die 10-jährige Aufbewahrungspflicht ab. Das eingebettete XML liefert die strukturierten Daten für eine revisionssichere Ablage. Wichtig: Aufbewahrungspflichtig ist der XML-Teil.
Seit dem 1. Januar 2025 muss in Deutschland jedes Unternehmen strukturierte B2B-E-Rechnungen empfangen können. ZUGFeRD ab dem Profil EN 16931 erfüllt das. Für den Versand gelten Übergangsfristen bis Ende 2026 beziehungsweise Ende 2027, gestaffelt nach Vorjahresumsatz. ZUGFeRD selbst ist dabei nie vorgeschrieben. Vorgeschrieben ist nur ein Format nach EN 16931, und ZUGFeRD ist eines davon.
2. ZUGFeRD-Versionen: welche ist aktuell?
Die aktuelle Spezifikation ist ZUGFeRD 2.5, veröffentlicht am 10. Juni 2026 vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD). Wer heute Software auswählt oder eine Schnittstelle baut, sollte auf 2.5 abzielen. Ältere Dateien bleiben aber lesbar.
| Version | Erschienen | Wichtigste Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 25. Juni 2014 | Erste Fassung. Eigene XML-Struktur, noch nicht EN 16931. |
| 2.0 | 11. März 2019 | Ausrichtung auf EN 16931. Neue Profile Minimum und Basic WL. |
| 2.0.1 | 15. Oktober 2019 | Technische Angleichung an Factur-X. |
| 2.1 | 2020 | Vollständig identisch mit Factur-X. Anhang heißt ab hier factur-x.xml. |
| 2.2 | 2022 | Bessere XRechnung-Unterstützung, Korrekturen. |
| 2.3 | 2024 | Erweiterungen am Extended-Profil. |
| 2.5 | 10. Juni 2026 | Aktuelle Fassung. Ziel für neue Implementierungen. |
Die praktische Konsequenz für Entwickler: Ab Version 2.1 ist die CII-XML-Struktur stabil. Ein Parser, der ZUGFeRD 2.1 liest, liest auch 2.5. Neuere Versionen ergänzen Codelisten und Regeln, sie brechen die Struktur nicht. Nur ZUGFeRD 1.0 ist ein Sonderfall. Es verwendet eine ältere, nicht EN-16931-konforme XML und muss separat behandelt werden.
3. ZUGFeRD vs. Factur-X: gleicher Standard, anderer Name
ZUGFeRD und Factur-X sind derselbe technische Standard. Die beiden Namen existieren aus historischen Gründen. Deutschland entwickelte ZUGFeRD. Frankreich entwickelte Factur-X. Im Jahr 2020 einigten sich beide Organisationen auf eine gemeinsame Spezifikation.
Seit ZUGFeRD 2.1 sind die Formate technisch identisch. Die XML-Datei in einem ZUGFeRD-PDF hat dieselbe Struktur wie die XML in einem Factur-X-PDF. Die einzigen Unterschiede betreffen Branding und Namenskonventionen:
| ZUGFeRD | Factur-X | |
|---|---|---|
| Hauptverbreitungsland | Deutschland, Österreich, Schweiz | Frankreich |
| XML-Dateiname | zugferd-invoice.xml in 2.0, ab 2.1 factur-x.xml | factur-x.xml |
| XML-Format | CII (Cross Industry Invoice) | CII (Cross Industry Invoice) |
| Aktuelle Version | 2.5 | 1.0.07 |
| EN16931-konform | Ja | Ja |
In der Praxis gilt: Wenn Ihre Software ZUGFeRD lesen kann, kann sie auch Factur-X lesen und umgekehrt. Alle Tools auf e-invoice.be unterstützen beide Varianten. Nutzen Sie den Formatdetektor, um automatisch zu erkennen, ob eine Datei ZUGFeRD oder Factur-X ist.
4. Hybrides PDF: Aufbau und wie Sie es öffnen
Eine ZUGFeRD-Rechnung ist eine PDF/A-3-Datei. PDF/A-3 ist ein ISO-standardisiertes Archiv-PDF-Format, das Dateianhänge erlaubt. Die XML-Rechnungsdaten sind als Anhang in diesen PDF-Container eingebettet.
Wenn Sie ein ZUGFeRD-PDF in einem normalen PDF-Reader öffnen (z. B. Adobe Acrobat oder Vorschau), sehen Sie eine ganz normale Rechnung. Der XML-Anhang ist im Hintergrund verborgen. Um auf die strukturierten Daten zuzugreifen, benötigen Sie ein Tool, das die XML aus dem PDF extrahieren kann.
PDF-Ebene (menschenlesbar)
Die visuelle Rechnung, die jeder öffnen und lesen kann. Sie sieht genauso aus wie eine herkömmliche PDF-Rechnung mit Firmenlogo, Formatierung und Layout.
XML-Ebene (maschinenlesbar)
Die strukturierte CII-XML-Datei, die als PDF-Anhang eingebettet ist. Sie enthält alle Rechnungsfelder in einem standardisierten Format, das Buchhaltungssoftware automatisch verarbeiten kann.
ZUGFeRD-Rechnung öffnen: drei Wege
Die häufigste Frage zu ZUGFeRD ist schlicht: Wie sehe ich, was in der Datei steht? Es gibt drei Wege, je nachdem was Sie brauchen.
Nur die Rechnung ansehen
Doppelklick genügt. Jeder PDF-Reader zeigt das Dokument. Damit sehen Sie aber nur das PDF, nicht die maßgeblichen XML-Daten.
XML-Anhang im PDF-Reader herausholen
In Adobe Acrobat Reader öffnen Sie links das Panel "Anlagen" (Büroklammer-Symbol). Dort liegt factur-x.xml oder zugferd-invoice.xml. Speichern Sie die Datei ab. Sie erhalten rohes XML, das ohne Aufbereitung schwer zu lesen ist.
XML lesbar anzeigen (empfohlen)
Laden Sie das PDF in den ZUGFeRD Viewer. Er extrahiert die XML und zeigt Verkäufer, Käufer, Positionen, Steuersätze und Summen in einer Tabelle. Wollen Sie die reine XML-Datei zum Weiterverarbeiten, nutzen Sie den XML Extractor.
Ein praktischer Hinweis für den Rechnungseingang: Ein ZUGFeRD-PDF sieht im Posteingang aus wie jedes andere PDF. Ob eine XML drin steckt, sehen Sie erst im Anlagen-Panel oder nach einem Upload in den Formatdetektor. Viele Unternehmen verarbeiten deshalb ZUGFeRD-Rechnungen jahrelang manuell, obwohl die strukturierten Daten die ganze Zeit vorhanden waren.
5. Das CII-XML-Format in ZUGFeRD
Die XML in einem ZUGFeRD-PDF verwendet das Cross Industry Invoice (CII)-Format. CII wird von UN/CEFACT (United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business) definiert. Es ist eine der beiden XML-Syntaxen, die vom europäischen E-Rechnungsstandard EN16931 anerkannt werden. Die andere Syntax ist UBL.
CII verwendet eine andere XML-Struktur als UBL, aber beide können dieselben Rechnungsdaten abbilden. Hier ist ein vereinfachtes Beispiel einer CII-XML in einer ZUGFeRD-Rechnung:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rsm:CrossIndustryInvoice
xmlns:rsm="urn:un:unece:uncefact:data:standard:CrossIndustryInvoice:100"
xmlns:ram="urn:un:unece:uncefact:data:standard:ReusableAggregateBusinessInformationEntity:100"
xmlns:udt="urn:un:unece:uncefact:data:standard:UnqualifiedDataType:100">
<rsm:ExchangedDocumentContext>
<ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter>
<ram:ID>urn:cen.eu:en16931:2017</ram:ID>
</ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter>
</rsm:ExchangedDocumentContext>
<rsm:ExchangedDocument>
<ram:ID>INV-2026-001</ram:ID>
<ram:TypeCode>380</ram:TypeCode>
<ram:IssueDateTime>
<udt:DateTimeString format="102">20260315</udt:DateTimeString>
</ram:IssueDateTime>
</rsm:ExchangedDocument>
<rsm:SupplyChainTradeTransaction>
<ram:ApplicableHeaderTradeAgreement>
<ram:SellerTradeParty>
<ram:Name>Acme GmbH</ram:Name>
<!-- seller details -->
</ram:SellerTradeParty>
<ram:BuyerTradeParty>
<ram:Name>Widget Corp</ram:Name>
<!-- buyer details -->
</ram:BuyerTradeParty>
</ram:ApplicableHeaderTradeAgreement>
<!-- trade delivery, settlement, line items -->
</rsm:SupplyChainTradeTransaction>
</rsm:CrossIndustryInvoice>Wesentliche Unterschiede zu UBL: CII verwendet lange, namespace-präfixierte Elementnamen wie ram:SellerTradeParty anstelle von UBL's cac:AccountingSupplierParty. CII verschachtelt Handelsinformationen unter einem einzigen SupplyChainTradeTransaction-Element. Der Dateninhalt ist gleichwertig, aber die Struktur sieht anders aus.
Mit unserem ZUGFeRD Viewer können Sie den Inhalt einer ZUGFeRD- oder CII-Rechnung in einem übersichtlichen Layout anzeigen. Das Tool parst die CII-XML und zeigt alle Felder in einer lesbaren Tabelle an.
6. ZUGFeRD-Profile im Detail
ZUGFeRD definiert fünf Profile plus das Referenzprofil XRechnung. Das Profil legt fest, wie viele Daten in der XML stehen. Jedes Profil baut auf dem vorherigen auf. Das Profil bestimmt außerdem, welche Geschäftsregeln bei der Validierung greifen.
Minimum und Basic WL sind keine gültigen Rechnungen
Das ist der wichtigste Punkt an den Profilen und wird oft übersehen. Die Profile Minimum und Basic WL sind in Deutschland umsatzsteuerlich nicht als Rechnung anerkannt. Sie gelten als Buchungshilfen. Erst ab EN 16931 (Comfort) erfüllt eine ZUGFeRD-Datei die Norm vollständig. Wenn Ihr Lieferant Minimum verschickt, erfüllen Sie damit nicht die deutsche E-Rechnungspflicht.
Minimum keine gültige Rechnung
Das einfachste Profil. Es enthält nur grundlegende Identifikationsdaten: Rechnungsnummer, Datum, Verkäufer, Käufer und Gesamtbetrag. Das PDF ist die primäre Informationsquelle. Die XML dient als Referenz für Zuordnung und Archivierung.
Basic WL (Without Lines) keine gültige Rechnung
Ergänzt das Minimum-Profil um Zahlungsdetails, Steueraufschlüsselung und zusätzliche Parteiinformationen. Enthält weiterhin keine einzelnen Rechnungspositionen. Geeignet für einfache Rechnungen, bei denen keine positionsgenauen Daten in der XML benötigt werden.
Basic
Das erste Profil, das Rechnungspositionen in der XML enthält. Jede Position umfasst Beschreibung, Menge, Einzelpreis und Steuersatz. Dies ist das Mindestprofil für die automatisierte Verarbeitung auf Positionsebene.
EN16931 (Comfort)
Das Profil, das vollständig dem europäischen EN16931-Standard entspricht. Dies ist das empfohlene Profil für grenzüberschreitende E-Rechnungsstellung in der EU. Es enthält alle Pflichtfelder und die gängigen optionalen Felder. Die meisten Peppol-kompatiblen Systeme erwarten diesen Detaillierungsgrad.
Extended
Fügt Felder hinzu, die über EN16931 hinausgehen, wie zusätzliche Handelsparteien, Logistikinformationen und detaillierte Zahlungsanweisungen. Nützlich für komplexe Lieferketten-Szenarien. Nicht alle empfangenden Systeme unterstützen Extended-Felder.
XRechnung
Eine deutsche CIUS (Core Invoice Usage Specification), die auf dem EN16931-Profil basiert. Pflicht für Rechnungen an deutsche öffentliche Auftraggeber. Enthält spezifische Regeln wie die Pflichtangabe der Leitweg-ID und strengere Validierung. XRechnung kann als CII-XML oder UBL-XML übermittelt werden. Einen vollständigen Vergleich finden Sie im Artikel ZUGFeRD vs XRechnung.
Sie wissen nicht, welches Profil eine ZUGFeRD-Rechnung verwendet? Laden Sie sie in den ZUGFeRD Profile Checker hoch, um das Profil automatisch zu erkennen.
7. ZUGFeRD/CII vs. UBL: Was ist der Unterschied?
Sowohl CII (verwendet in ZUGFeRD/Factur-X) als auch UBL sind offizielle Syntaxen des europäischen E-Rechnungsstandards EN16931. Beide können dieselben Rechnungsdaten abbilden. Der Unterschied liegt in der XML-Struktur und den Einsatzgebieten.
| ZUGFeRD / CII | UBL | |
|---|---|---|
| Verwaltet von | UN/CEFACT | OASIS |
| Verbreitung | Deutschland, Österreich, Frankreich (als Factur-X) | Peppol-Netzwerk, Belgien, Niederlande, Skandinavien, Italien |
| Übermittlung | Eingebettet in PDF/A-3 (hybrid) oder eigenständige XML | Eigenständige XML über das Peppol-Netzwerk |
| Wurzelelement | CrossIndustryInvoice | Invoice |
| EN16931-konform | Ja (ab EN16931/Comfort-Profil oder höher) | Ja |
Das Peppol-Netzwerk verwendet ausschließlich UBL. Wenn Sie eine ZUGFeRD- oder Factur-X-Rechnung erhalten und diese über Peppol weiterleiten müssen, muss die CII-XML zuerst in UBL konvertiert werden. Diese Konvertierung ist auf der EN16931-Profilebene verlustfrei, da beide Formate dasselbe semantische Datenmodell unterstützen.
Für eine detaillierte Erklärung des UBL-Formats lesen Sie unseren UBL-Format-Leitfaden.
8. ZUGFeRD zu Peppol konvertieren
Belgien schreibt seit Januar 2026 Peppol für die B2B-E-Rechnungsstellung vor. Sie erhalten möglicherweise ZUGFeRD- oder Factur-X-Rechnungen von deutschen oder französischen Lieferanten, die in einem Peppol-basierten Workflow verarbeitet werden müssen. e-invoice.be übernimmt diese Konvertierung automatisch.
Die Konvertierung erfolgt in drei Schritten:
CII-XML extrahieren
Der XML-Anhang wird aus dem PDF/A-3-Container extrahiert. Sie können dies manuell mit dem XML Extractor durchführen.
CII in UBL konvertieren
Die CII-XML wird gemäß dem semantischen EN16931-Modell auf UBL 2.1 abgebildet. Alle Felder bleiben erhalten. Sie können dies mit dem ZUGFeRD Converter oder dem Factur-X Converter testen.
Validieren und über Peppol versenden
Die resultierende UBL-Rechnung wird gegen die Peppol BIS Billing 3.0-Regeln validiert und über das Peppol-Netzwerk an den Empfänger zugestellt. Nutzen Sie die End-to-End-Tools: ZUGFeRD to Peppol oder Factur-X to Peppol.
Das Profil ist entscheidend für die Konvertierung
Nur ZUGFeRD-Rechnungen mit dem Profil EN16931 (Comfort) oder höher enthalten genügend Daten für eine vollständige Peppol-UBL-Konvertierung. Rechnungen mit dem Profil Minimum oder Basic WL können Pflichtfelder wie Rechnungspositionen fehlen. Nutzen Sie den Profile Checker, um dies vor der Konvertierung zu prüfen.
9. Kostenlose ZUGFeRD-Tools
e-invoice.be bietet eine Reihe kostenloser Online-Tools für die Arbeit mit ZUGFeRD- und Factur-X-Rechnungen. Alle Tools funktionieren direkt im Browser, ohne Registrierung.
ZUGFeRD Viewer
ZUGFeRD- und Factur-X-Rechnungen in einem lesbaren Format anzeigen. Laden Sie ein PDF oder eine XML-Datei hoch.
XML Extractor
Die eingebettete CII-XML aus einem ZUGFeRD- oder Factur-X-PDF extrahieren.
ZUGFeRD Validator
Eine ZUGFeRD-Rechnung gegen Profilregeln und EN16931 validieren.
Factur-X Validator
Eine Factur-X-Rechnung gegen französische und EN16931-Regeln validieren.
Profile Checker
Erkennen, welches ZUGFeRD-Profil eine Datei verwendet (Minimum, Basic, EN16931, Extended, XRechnung).
ZUGFeRD Converter
ZUGFeRD CII-XML in das UBL-Format konvertieren.
Factur-X Converter
Factur-X CII-XML in das UBL-Format konvertieren.
ZUGFeRD to Peppol
Eine ZUGFeRD-Rechnung konvertieren und über das Peppol-Netzwerk versenden.
Factur-X to Peppol
Eine Factur-X-Rechnung konvertieren und über das Peppol-Netzwerk versenden.
Peppol Invoice Viewer
Peppol-UBL-Rechnungen nach der Konvertierung in einem lesbaren Format anzeigen.
Format Detector
Das Format jeder E-Rechnungsdatei erkennen: UBL, CII, ZUGFeRD, Factur-X oder XRechnung.
10. ZUGFeRD per API verarbeiten
Wenn Sie ZUGFeRD nicht einmalig, sondern laufend verarbeiten, brauchen Sie eine Schnittstelle statt eines Uploads. Die Peppol API von e-invoice.be nimmt Rechnungsdaten als flaches JSON entgegen, erzeugt daraus gültiges Peppol UBL, validiert es und stellt es zu.
Der Ablauf für eine eingehende ZUGFeRD-Rechnung ist immer derselbe: CII-XML aus dem PDF holen, Felder auf das API-Modell abbilden, senden. Diese Tabelle zeigt die Abbildung für die Felder, die in der Praxis am häufigsten gebraucht werden.
| CII-Element (ZUGFeRD) | API-Feld |
|---|---|
rsm:ExchangedDocument/ram:ID | invoice_id |
ram:TypeCode (380 / 381) | document_type (INVOICE / CREDIT_NOTE) |
udt:DateTimeString (Format 102) | invoice_date (ISO 8601) |
ram:SellerTradeParty/ram:Name | vendor_name |
ram:BuyerTradeParty/ram:Name | customer_name |
ram:IncludedSupplyChainTradeLineItem | items[] |
ram:ChargeAmount | unit_price |
ram:ApplicableTradeTax/ram:RateApplicablePercent | tax_rate |
Der Aufruf sieht dann so aus. Beachten Sie, dass das API-Modell flach ist. Es gibt keine verschachtelten Objekte für Verkäufer und Käufer, anders als in der CII-XML.
curl -X POST https://api.e-invoice.be/api/documents/ \
-H "Authorization: Bearer YOUR_API_KEY" \
-H "Content-Type: application/json" \
-d '{
"document_type": "INVOICE",
"invoice_id": "RE-2026-0042",
"invoice_date": "2026-09-01",
"due_date": "2026-09-30",
"currency": "EUR",
"vendor_name": "Acme GmbH",
"vendor_tax_id": "DE123456789",
"vendor_address": "Hauptstrasse 1, 10115 Berlin, DE",
"customer_name": "Widget BVBA",
"customer_tax_id": "BE0123456789",
"customer_peppol_id": "0208:0123456789",
"items": [
{
"description": "Beratungsleistung September",
"quantity": 10,
"unit_price": 95.00,
"tax_rate": 21
}
]
}'Zwei Fallstricke aus der Praxis. Erstens die Datumsformate: CII verwendet format="102", also JJJJMMTT ohne Trennzeichen. Die API erwartet ISO 8601 mit Bindestrichen. Wer das übersieht, bekommt Validierungsfehler, die nach einem Datenproblem aussehen. Zweitens die Peppol-Adresse: In der CII-XML steht in der Regel eine Umsatzsteuer-ID, aber keine Peppol-ID. Diese müssen Sie über eine Teilnehmersuche ermitteln, bevor Sie senden können.
e-invoice.be ist ein zertifizierter Peppol Access Point. Konto und Registrierung der Peppol-ID sind kostenlos. Abgerechnet wird pro Rechnung, für Versand und Empfang gleichermaßen, ab €0,25 im Pro-Tarif und ab €0,18 im Enterprise-Tarif. Es gibt keine Einrichtungsgebühr und kein monatliches Minimum.
11. Häufig gestellte Fragen
Was ist das ZUGFeRD-Format?
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat, das ein menschenlesbares PDF mit maschinenlesbaren XML-Daten in einer einzigen Datei kombiniert. Das PDF verwendet den Archivierungsstandard PDF/A-3. Die XML folgt dem CII-Format (Cross Industry Invoice), definiert von UN/CEFACT. Es ist der am weitesten verbreitete E-Rechnungsstandard in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Frankreich heißt derselbe Standard Factur-X.
Kann man ein PDF in ZUGFeRD konvertieren?
Ein normales PDF kann nicht automatisch in ZUGFeRD konvertiert werden, da einfache PDFs keine strukturierten Rechnungsdaten enthalten. Um eine ZUGFeRD-Rechnung zu erstellen, benötigen Sie Software, die sowohl das visuelle PDF als auch die eingebettete CII-XML gleichzeitig erzeugt. Wenn Sie bereits strukturierte Rechnungsdaten haben (z. B. im UBL-Format), können Sie diese mit unserem ZUGFeRD Converter konvertieren. Die meisten modernen Buchhaltungsprogramme wie DATEV, Lexware oder sevDesk können ZUGFeRD-Rechnungen direkt erstellen.
Wie öffne ich eine ZUGFeRD-Datei?
Den PDF-Teil einer ZUGFeRD-Datei können Sie mit jedem PDF-Reader öffnen (Adobe Acrobat, Vorschau, Chrome usw.). Um die strukturierten XML-Daten zu sehen, benötigen Sie ein ZUGFeRD-fähiges Tool. Nutzen Sie unseren kostenlosen ZUGFeRD Viewer, um alle Rechnungsfelder aus der eingebetteten XML in einer lesbaren Tabelle anzuzeigen. Sie können auch den XML Extractor verwenden, um die rohe CII-XML-Datei herunterzuladen.
Wie erkenne ich ein ZUGFeRD-PDF?
Ein ZUGFeRD-PDF sieht beim Öffnen wie eine normale Rechnung aus. Das entscheidende Merkmal ist ein eingebetteter XML-Anhang. In Adobe Acrobat finden Sie im Anhänge-Panel eine Datei namens zugferd-invoice.xml oder factur-x.xml. Die PDF-Metadaten (XMP) enthalten außerdem eine ZUGFeRD- oder Factur-X-Namespace-Deklaration. Am einfachsten laden Sie die Datei in unseren Formatdetektor hoch. Dieser erkennt ZUGFeRD, Factur-X und andere E-Rechnungsformate automatisch.
Was ist Factur-X?
Factur-X ist der französische Name für denselben hybriden PDF-E-Rechnungsstandard, der in Deutschland als ZUGFeRD bekannt ist. Seit ZUGFeRD 2.1 sind beide Formate technisch identisch. Sie verwenden dieselbe CII-XML-Struktur, denselben PDF/A-3-Container und dieselben EN16931-konformen Profile. Die einzigen Unterschiede sind Branding und der XML-Dateiname ( factur-x.xml vs. zugferd-invoice.xml). Jedes Tool, das ZUGFeRD lesen kann, kann auch Factur-X lesen.
Welche Dateiendung hat eine ZUGFeRD-Rechnung?
Die Endung ist .pdf. Eine ZUGFeRD-Rechnung ist technisch eine PDF/A-3-Datei. Es gibt keine eigene Endung wie .zugferd. Die Rechnungsdaten liegen als XML-Anhang im PDF und heißen factur-x.xml ab Version 2.1 oder zugferd-invoice.xml in Version 2.0.
Was ist die aktuelle ZUGFeRD-Version?
Die aktuelle Spezifikation ist ZUGFeRD 2.5, veröffentlicht am 10. Juni 2026 vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD). Davor waren 2.3 (2024), 2.2 (2022) und 2.1 (2020) aktuell. Alle Versionen ab 2.1 verwenden dieselbe CII-XML-Struktur. Ein Parser für 2.1 liest deshalb auch 2.5. Nur ZUGFeRD 1.0 aus dem Jahr 2014 ist strukturell anders und nicht EN-16931-konform.
Ist das ZUGFeRD-Format Pflicht?
Nein, ZUGFeRD selbst ist nicht vorgeschrieben. Vorgeschrieben ist in Deutschland seit dem 1. Januar 2025, dass jedes Unternehmen strukturierte E-Rechnungen nach EN 16931 empfangen kann. ZUGFeRD ab dem Profil EN 16931 erfüllt diese Anforderung, XRechnung ebenfalls. Für den Versand gelten Übergangsfristen bis Ende 2026 beziehungsweise Ende 2027, gestaffelt nach Vorjahresumsatz. Achtung: Die Profile Minimum und Basic WL erfüllen die Anforderung nicht.
Welches Programm brauche ich für eine ZUGFeRD-Rechnung?
Zum reinen Ansehen genügt jeder PDF-Reader. Um die maßgeblichen XML-Daten zu prüfen, brauchen Sie ein Tool, das den Anhang ausliest. Der ZUGFeRD Viewer läuft im Browser und braucht keine Installation. Für die laufende Verarbeitung im Rechnungseingang übernimmt eine Buchhaltungssoftware oder eine API diesen Schritt automatisch.
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Konto und Peppol-ID sind kostenlos. Abgerechnet wird pro Rechnung, ab €0,25. Kompatibel mit ZUGFeRD, Factur-X, CII und Peppol UBL.
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Anbieter-neutral. Keine Verpflichtung zum Wechsel der Plattform.